Lage:Münsterkirche Stift Essen An St. Quintin / Zwölfling / Burgplatz u.a. / Kettwiger Str. Stadtbezirk I / Stadteil Essen-Stadtkern Kurzbezeichnung: Münsterkirche Stift Essen Art u. lfd. Nummer der Denkmalliste / Eintragungsdatum: Bodendenkmal 0021 / 13.03.1997 Merkmale: Im östlichen Teil des Essener Stadtzentrums liegt der ehem. Stiftsbereich mit der Münster- u. Johanniskirche. Alfrid, der 4. Bischof von Hildesheim, ließ in der 2. Hälfte des 9. Jhs. auf seinem Gute Astride ein Frauenkloster errichten. 944/946 und 1275 wurden die Münsterkiche und die Klostergebäude durch Brand zerstört. Nach dem Wiederaufbau erfolgten im 17. und in der 2. Hälfte des 19. Jhs. umfangreiche Restaurationsarbeiten. Westlich des Münsters steht die Johanniskirche, die seit dem 10. Jh. durch eine Vorhalle mit diesem verbunden ist. Die alte Johanniskapelle ließ die Äbtissin Sophia von Gleichen 1471 abbrechen und neu erbauen. Der nördlich gelegene Kreuzgang und das ehem. Abteigebäude wurden um 1300 neu errichtet. Der historische Stadtplan, durch den Geometer Heyden 1823 aufgenommen, zeigt im nördlichen Kreuzgangbereich eine erweiterte Bebauung sowie an der Ostseite der Münsterkirche die 1883 niedergelegten Stiftsgebäude. Bauarbeiten während und nach dem 2. Weltkrieg haben gezeigt, daß Fundamentreste der klösterlichen Vorgängerbauten sowie des Gutshofes und der Befestigunganlagen im Boden erhalten sind. Das ehem. Stift Essen ist bedeutend für die Geschichte der Menschen, Städte und Siedlungen und erfüllt die Voraussetzungen gem. § 2 DSchG zur Eintragung auch als Bodendenkmal in die Denkmalliste. An seinem Schutz und seiner Erhaltung besteht ein öffentliches Interesse. (aus: Denkmalliste der Stadt Essen, Stand: 01.02.2001) Weitere Informationen: Abbildungen: |