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Lage:Schellenbergstr. 120
Stadtbezirk II / Stadteil Essen-Rellinghausen
 
Kurzbezeichnung:
Schloß Schellenberg
 
Art u. lfd. Nummer der Denkmalliste / Eintragungsdatum:
Baudenkmal 0002 / 14.02.1984
 
Merkmale:
Schloß Schellenberg wurde bereits 1313 urkundlich erwähnt, hieß ursprünglich "Haus auf'm Berge" und gehörte den Herren von der Horst. Seit dem 15. Jh. ist das Schloß Eigentum der Familie von Vittinghoff gen. Schell. Das jetzige Schloß stammt im wesentlichen aus drei Perioden. Der älteste Teil ist der Bergfried mit dem angebauten Steinhaus und der Kapelle, die aus dem 14. Jh. stammt. Im 17. Jh. wurde das Schloß wiederholt erweitert, zuerst 1660, dann 1672-1674, der letzte Anbau geschah 1820. Der älteste Teil erhebt sich in vier Stockwerken, die beiden oberen unverändert mit kleinen Fenstern und unbenutzt, die unteren 1820 mit den Wappen der von Spee-Vittinghoff. Die Kapelle wird von vier Kreuzgewölben unterwölbt, von einem schweren Mittelpfeiler mit Kämpfer getragen. Äußerlich zeichnet sich die Kapelle durch ein im 17. Jh. aufgesetztes achtseitiges geschweiftes Dach mit achtseitigem Türmchen aus. Die Kapelle wurde 1670 umgebaut. Der im Jahre 1660 angefügte Anbau, der die Wappen der Vittinghoff-Ossenbroeck trägt, schließt mit einem dreistöckigen vierseitigen, von einer geschweiften Haube gekrönten Türmchen ab, das im unteren sehr tief geliegenden Geschoß eine offene Renaissancehalle zeigt, deren Rundbogen auf schweren Rundsäulen ruht.
Der große Speisesaal enthält eine barocke Stuckdecke und Stuckornamente an den Wänden, über den Türen die vier Elemente, dazwischen allerlei Jagdtrophäen und Musikembleme, in der Mitte der Decke ein großes Ölgemälde der Flora, umgeben von vier Eckmadaillons mit weiblichen allegorischen Gestalten. Der südliche dreistöckige Trakt, mit flachem Dach und kleinen Türmchen, mit fünf Achsen und südlicher Veranda wurde erst 1820 angefügt.
In dem Park befindet sich im Süden ein hübscher barocker Pavillon von 1674, achtseitig, mit großer zwiebelförmiger Haube und achtseitigem Türmchen über der Tür, zu der eine Freitreppe mit steinerner Brüstung hinaufführt, das Vittinghoffsche Wappen und Inschrifttafel. Ein weiterer Pavillon befindet sich im westlichen Teil des Parkes. Gegenüber dem Haupttrakt liegt das Backhaus und die ausgedehnten Wirtschaftgebäude aus dem 18. und 19. Jh., teilweise auch mit älterer Bausubstanz.
Begründung der Denkmaleigenschaft nach § 2 DSchG NW:
Schloß Schellenberg ist bedeutend für die Geschichte des Menschen und die Geschichte der Stadt Essen. Die Erhaltung des Objekts liegt aus künstlerischen und wissenschaftlichen, insbesondere architekturhistorischen Gründen im öffentlichen Interesse.
Umfang des Schutzes:
Die Flurstücke laut o.g. Katasterbezeichnung mit den in der Kurzbeschreibung genannten Gebäuden.
 
(aus: Denkmalliste der Stadt Essen, Stand: 01.02.2001)
 
Abbildungen:

   
   


 [WWW.CLIOLINK.DE / 13.06.2001]


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