ClioLink - Geschichte in Essen
StartseiteDenkmalliste der Stadt EssenStadtbezirk IIIMargarethenhöhe

Lage:Hohlweg / Külshammerweg / Lührmannstr.
Stadtbezirk III / Stadteil Essen-Margarethenhöhe
 
Kurzbezeichnung:
Sommerburg
 
Art u. lfd. Nummer der Denkmalliste / Eintragungsdatum:
BodD 0042 / 21.06.2001
 
Merkmale:
4 km südwestlich des Essener Stadtzentrums und 2 km nordnordwestlich von Bredeney liegt in einem Quellentrichtertal die sogenannte Sommerburg.
Die 60 m x 30 m große Anlage besteht aus zwei Hügelkuppen und wird von zwei Rinnsalen umflossen. Der Durchmesser des Hauptburghügels beträgt 14 m bei einer Höhe von 3 m. An der Ostseite ist der mit jungem Baumbestand bewachsene Hügel angegraben, an der Westseite abgeflacht.
Die Fläche des Vorburgbereichs beträgt 30 m x 35 m bei einer Höhe von 3,46 m. Auf der verebneten Oberfläche befinden sich mehrere Gruben oder Schützenlöcher. Der Grabenbereich zwischen Vor- und Hauptburg ist bis auf eine 1 m tiefe Mulde verfüllt.
An der Nordseite schiebt sich ein mit altem Baumbestand bewachsener ca. 50 m langer Dammrest vor den Talausgang. Der Damm ist an der Basis 12 m und an der Krone 4 m breit, bei einer Höhe von 2,80 m. Bei Bohrkernuntersuchungen wurden einzelne Partikel von Holzkohlenresten festgestellt. Von seiner Funktion her diente der Damm dazu, das Wasser der Bachläufe zu stauen.
Auf der Urkarte aus der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts ist die "Sommerburg" in ihrer heutigen Erstreckung dargestellt.
Nach der Art der Anlage handelt es sich um eine Motte aus dem 10. bis 12. Jahrhundert.
Die Sommerburg ist bedeutend für die Geschichte des Menschen und der Städte und Siedlungen an der unteren Ruhr.
Die Erhaltung und Nutzung liegen aus wissenschaftlichen und städtebaulichen Gründen im öffentlichen Interesse.
 
(aus: Denkmalliste der Stadt Essen, Stand: 12.07.2001)
 
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Abbildungen:

   


 [WWW.CLIOLINK.DE / 11.10.2001]


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