Der heutige Stadtbezirk IV ist – abgesehen von den 1861 an Oberhausen abgetretenen Gebieten Lirich und Lippern – weitgehend deckungsgleich mit der bis 1915 eigenständigen Bürgermeisterei Borbeck. Diese gehörte mit über 100000 Ew. zur Gruppe der für die Region typischen Industriegemeinden ohne Stadtrecht (vgl. auch Altenessen). Besondere Berühmtheit erlangte Borbeck als „größte preußische Landgemeinde“. Dieser Zeit der Industrialisierung und des Ringens um Stadtrechte verdankt Borbeck einige noch heute repräsentative Bauten, wie etwa den Bahnhof Borbeck, der 2001 eine kunsthandwerkliche Ausgestaltung erfuhr. Andere Teile des Stadtbezirks, wie etwa Schönebeck, Bedingrade und Gerschede, konnten in Teilen ihre agrarischen Strukturen bewahren und vermitteln bis heute ein anschauliches Bild der vorindustriellen Zeit. |