Lage:Rotemühle 001 Stadtbezirk VIII / Stadteil Essen-Heisingen Kurzbezeichnung: ehem. Schleusenwärterhaus Art u. lfd. Nummer der Denkmalliste / Eintragungsdatum: Baudenkmal 0107 / 09.01.1986 Merkmale: Ehemaliges Schleusenwärterhaus der Rothemühlen- oder Rohmannsschleuse, datiert Anfang 19. Jh.. Die nahebei liegende Schleusenkammer, seit der Erbauung 1774 mehrfach repariert und erneuert, ist nicht erhalten. Das Schleusenwärterhaus in Bruchstein ausgeführt, Einfassungen und Bögen in Werkstein bzw. Ziegeln, besitzt zur Ruhr hin im Erdgeschoß gliedernde Segmentbogenfelder, im Obergeschoß Dreiergruppen von Rundbogenfenstern. Landseitig ist an der Traufseite ein Sandsteinwappen mit Inschrift "1818" vermauert; giebelseitig steht ein Brunnenstein mit Inschrift "1816". Die Schiffbarmachung der Ruhr (ca. 1770-80) war für den Kohlentransport wegen der außerordentlich schlechten Straßenverhältnisse von größter Bedeutung und gilt als eine der Grundlagen der frühindustriellen Entwicklung des Ruhrgebiets vom späten 18. bis um die Mitte des 19. Jh.; später übernahm die Eisenbahn zunehmend den Kohlentransport; die Ruhrschiffahrt wurde 1889 eingestellt. Das Schleusenwärterhaus ist ein Zeugnis frühindustrieller Transportweise der Ruhrkohle und daher bedeutend für die Geschichte des Menschen. Erhaltung und Nutzung sind wissenschaftlich begründet. (aus: Denkmalliste der Stadt Essen, Stand: 01.02.2001) Weitere Informationen: Abbildungen: |